Mit Champion Flow bringt euch unser lokales Label Berlin Production Music wieder einen Banger nach dem anderen für eure Sportproduktionen - direkt aus der aktuellen deutschen Musikszene.
Wir haben mit drei der beteiligten Artists und Songwriter gesprochen und sie gefragt, was sie motiviert hat, an diesem Album mitzuwirken.
Greckoe
Greckoe verbindet Berliner Rap-Historie mit songwriterischer Erfahrung und einem feinen Gespür für musikalische Entwicklung. Als Rapper wurde der Künstler mit griechischen Wurzeln Mitte der 2000er-Jahre im Umfeld von Sektenmuzik bekannt, wo er sich früh mit einer Mischung aus direkter Rap-Attitüde, persönlicher Erzählweise und melodischem Verständnis eine eigene Handschrift erarbeitete.
Seine musikalische Reise führte ihn von frühen Solo-Veröffentlichungen wie Ein Level weiter und Typisch Griechisch bis hin zu einer Rolle, in der er heute ebenso stark hinter den Kulissen wirkt. Als Songwriter und Producer arbeitete Greckoe unter anderem an erfolgreichen Produktionen im Umfeld von Samra, Bushido und Capital Bra mit und entwickelte sich damit von einer Stimme aus dem Berliner Untergrund zu einem kreativen Impulsgeber im modernen Deutschrap.
Zentigold
Florian „Zentigold“ Zent verbindet modernen Deutschrap mit songwriterischer Vielseitigkeit und einem Gespür für authentische Geschichten. Während eigene Veröffentlichungen bislang bewusst ausgewählt und selten erscheinen, ist er seit Jahren als kreativer Kopf hinter zahlreichen Musikprojekten aktiv. Als Songwriter bewegt er sich mühelos zwischen Rap, Pop, Schlager und Rock und entwickelt Songs, die unterschiedliche Genres miteinander verbinden.
Seine musikalische Reise begann in der Band Subbotnik, wo er wichtige Erfahrungen als Musiker und Songwriter sammelte. Aus diesen Wurzeln entwickelte sich ein vielseitiger Künstler, der heute sowohl auf als auch hinter der Bühne wirkt. Die Kombination aus Rap- Attitüde, musikalischer Offenheit und handwerklicher Präzision macht Zentigold zu einer spannenden Stimme einer neuen Generation von Künstlern, die Genregrenzen nicht als Hindernis, sondern als kreative Möglichkeit verstehen.
Yasha Pyjama
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Was hat dich motiviert, einen Track für das Album zu machen? Bist du großer Fußball-Fan? Was ist deine persönliche Verbindung zum Sport?
Zentigold: Als passionierter und erfolgreicher Hobbysportler mit zwei Linken Beinen liebe ich Sport, vor allem 3. Liga-Fußball, Fitness und Jogging. Ich bin Tierliebhaber, nur den inneren Schweinehund hasse ich.
Yasha Pyjama: Sport war zwar nie mein großes Steckenpferd, aber er war stets ein Begleiter in meinem Leben. In jungen Jahren habe ich natürlich - wie jeder Junge in meinem Viertel - Fußball im Verein gespielt. Ich erinnere mich gerne an die schönen Momente mit meinen Geschwistern und meinem Vater, wenn wir gemeinsam Fußball geschaut oder gespielt haben. Aus dieser Motivation heraus wollte ich einen Song schreiben, der Menschen dazu animiert, ihr Ding zu machen.
Greckoe: Sport war schon immer ein fester Bestandteil meines Lebens, ich hab selbst jahrelang aktiv gespielt und bin bis heute sehr sport-affin. Diese Energie, dieser Fokus, dieser Moment kurz vor dem Wettkampf, das hat mich immer fasziniert. Und genauso fasziniert hat mich von klein auf die Musik, die Sport begleitet. Wenn ich als Jugendlicher einen Nike- oder Adidas-Spot gesehen hab, mit diesem einen perfekten Track darunter, hab ich mir immer gedacht: Das will ich auch mal machen. Dieses Projekt war für mich die Chance, genau das zu realisieren - Musik zu schaffen, die Menschen in diesen Momenten anfeuert.
Hattest du schon konkrete Sport-Szenen im Kopf, als du den Track geschrieben hast?
G: Auf jeden Fall. Ich hab' beim Schreiben nicht an eine Sportart gedacht, sondern an ein Gefühl. Diesen Moment, wenn jemand alles gibt. Letzte Sekunde, volles Stadion, alles steht auf dem Spiel. Diese universelle Intensität wollte ich in meine Track einfangen, egal ob auf dem Rasen, auf dem Court oder in der Halle.
Z: Ich bin so oft im Fußballstadion, dass die Pyro-Bilder für mich ein Stück Normalität darstellen: Der Geruch, die Farben, das Feuer, all das macht die Wildheit des Spiels aus. Und den Kopfstoß von Zidane gegen Materazzi... ich bin immer noch sauer über die Rote!
YP: Als ich meinen Song geschrieben habe, war ich gerade auf Teneriffa zum Surfen und Wandern.
Wie war es, einen Song auf Deutsch aufzunehmen, der aber international funktionieren muss?
Z: Ich habe tatsächlich versucht, alle Anglizismen auszupacken, die ich kenne. Turns out: Es waren nur drei. Ich glaube, dass jede*r Hörende fühlt, was man ehrlich ausstrahlt (deshalb hab ich viel geschrien, zum Beispiel).
YP: Ich habe einfach darauf geachtet, dass der Text und der Flow melodisch sind, und mich nicht zu sehr in den Details der Lyrics verloren.
G: Das war tatsächlich eine interessante Herausforderung. Deutsch ist sehr direkt, sehr geerdet, das passt gut zu Sport. Aber ich hab darauf geachtet, dass die Energie und der Groove auch ohne Sprachverständnis wirken. Musik muss sich körperlich anfühlen, bevor man die Worte versteht. Wenn das stimmt, funktioniert ein Track auch international.
Was wäre ein Traum-Placement für deinen Track?
YP: Ein echtes Traum-Placement wäre es, wenn der Song für die Biografie eines inspirierenden Menschen verwendet werden würde.
Z: Ich find alles geil, auch Curling, da wäre die Bild-Ton-Schere witzig. Aber am liebsten natürlich in der Sportschau oder auf der Weltmeistertitel-Feier, wenn Nick Woltemade und Deniz Undav dann Pokal-Fotos mit Beyoncé und Zara Larsson machen.
G: Ein großes Sportmagazin-Intro, eine Champions-League-Zusammenfassung, ein Nike-Kampagnenspot. Am liebsten alles davon. Aber ehrlich gesagt, wenn der Track irgendwo läuft und jemanden in dem Moment pusht, wo er ihn am meisten braucht – im Gym, im Tunnel vor dem Spiel, beim letzten Kilometer – dann hat er seinen Job gemacht.
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